Bis heute Fassungslosigkeit angesichts einer unerklärlichen Tat von großer Grausamkeit

Wiesbaden, 30.01.2021 Photoshoot Nancy Faeser, hier: Nancy Faeser. photo © peter-juelich.com

Am 24. Februar 2020 raste in Volkmarsen ein Mann mit seinem Auto gezielt in die Zuschauermenge des dortigen Rosenmontagszugs. Mindestens 91 Menschen, darunter viele Kinder, wurden dabei verletzt – einige so schwer, dass sie vermutlich nie mehr ganz gesund werden. Die Behörden nennen eine Gesamtzahl insgesamt 154 Geschädigten, also Menschen, die bei der Amokfahrt an Leib und Seele verletzt wurden.

Zum Jahrestag des Anschlags sagte die Vorsitzende der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag, Nancy Faeser: „Der Rosenmontag 2020 wurde für Volkmarsen und seine Bürger zu einem Tag des Leids. Dieses Leid dauert fort, auch weil der Täter über seine Motive schweigt. Zurück bleibt bis heute die Fassungslosigkeit angesichts einer unerklärliche Tat von großer Grausamkeit. Zu wissen, warum der Mann eine möglichst große Zahl von Menschen verletzen, sie wahrscheinlich sogar töten wollte, würde nichts ungeschehen machen, aber es könnte dabei helfen, den Schrecken zu verarbeiten. Offensichtlich ist der Amokfahrer aber nicht bereit, der Stadt Volkmarsen und ihren Menschen diesen Dienst zu erweisen und sich zu erklären. Was bleibt, sind Verletzungen und traumatische Erinnerungen, die zu heilen oder auch nur zu lindern Zeit und Stärke braucht. Beides wünsche ich den Opfern von Volkmarsen und ihren Familien aus ganzem Herzen.“