Weitergehende Einschränkungen des öffentlichen Lebens ab Mittwoch sind schmerzlich, aber erforderlich

Die Vorsitzende der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag und der SPD Hessen, Nancy Faeser, hat den von Bund und Ländern beschlossenen Shutdown ab dem kommenden Mittwoch als sehr schmerzlichen, angesichts der Infektionsentwicklung aber erforderlichen Schritt zur Bewältigung der Corona-Krise bezeichnet.

Nachdem die Regierungschefs der Länder und die Bundeskanzlerin sich heute Vormittag darauf verständigt hatten, das öffentliche Leben ab Mittwoch weitgehend herunterzufahren, sagte Nancy Faeser am Sonntag in ihrem Heimatort Schwalbach am Taunus: „Die zusätzlichen Einschränkungen sind für jeden Einzelnen von uns eine Belastung. Aber ich denke, sie sind erforderlich, nachdem die bisherigen Maßnahmen offensichtlich nicht ausgereicht haben, um die Zahl der Neuinfektionen zu reduzieren. In den vergangenen Tagen haben immer mehr Krankenhäusern berichtet, dass die Intensiv-und Notfallbetten knapp werden oder gar vollständig belegt sind – ein Zustand, den wir unbedingt vermeiden müssen. Es geht nicht nur um die Behandlung von Patienten, bei denen die Virusinfektion einen schweren Krankheitsverlauf auslöst, es geht auch um alle jene, die jenseits von Corona dringend auf Intensivmedizin angewiesen sind: Die 50-jährige Frau, die einen Schlaganfall erleiden, der Familienvater, der einen Herzinfarkt hat, der Auszubildende, der Opfer eines schweren Verkehrsunfalls wird, die Krebspatientin, deren Zustand sich plötzlich verschlimmert. Auch deren Leben muss die Intensivmedizin retten können – und das geht nur, wenn das Gesundheitssystem nicht durch Covid-19-Fälle überlastet wird.“

Faeser forderte alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich verantwortungsbewusst zu verhalten: „Kein Zweifel, für viele von uns wird das ein schwieriges Weihnachtsfest werden, weil das geliebte Familientreffen über die Generationen hinweg nicht stattfinden kann. Aber wir müssen in dieser schwierigen Zeit das Richtige tun – und im Angesicht der Ausmaße, die diese Pandemie inzwischen angenommen hat, ist das einzig Richtige, die sozialen Kontakte so weit wie möglich einzuschränken. Das ist eine Frage der Vernunft, vor allem aber eine Frage der Solidarität untereinander. An diese Solidarität unter Mitmenschen appelliere ich heute besonders eindringlich. Lassen Sie uns die Pandemie gemeinsam und in Verantwortung füreinander bewältigen.“