Innenminister Beuth auch weiterhin uneinsichtig und unsouverän

In seiner heutigen Sitzung hat sich der Innenausschuss des Hessischen Landtags unter anderem mit einem Dringlichen Berichtsantrag zu dem umstrittenen Polizeieinsatz vor dem Europa-League-Spiel zwischen Eintracht Frankfurt und Schachtar Donezk befasst.

Bild: Angelika Aschenbach

Die innenpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag, Nancy Faeser, sagte dazu am Donnerstag in Wiesbaden: „Auch nach Beantwortung unserer Fragen durch Innenminister Beuth bleibt weiterhin offen, ob die Durchsuchung und die Beseitigung eines Banners verhältnismäßig war. Herr Beuth zeigte sich wieder einmal uneinsichtig. Immer noch hält er die am Tag nach dem Spiel vom ihm versendete Pressemitteilung, in der er die Führung der Eintracht, vor allem Präsident Peter Fischer scharf kritisiert, für angemessen. Als Innenminister hätte er jedoch mit gutem Beispiel vorangehen müssen und zur Deeskalation der Lage beitragen müssen. Er tat jedoch das Gegenteil. Ein souveräner Innenminister hätte viel eher den Dialog mit dem Verein und den Fans gesucht. Es ist nicht mehr tragbar, dass Herr Beuth seine Differenzen mit der Eintracht, die mittlerweile in einem persönlichen Kleinkrieg ausgeartet sind, auf den Rücken der Polizeibeamtinnen und -beamten austrägt. Damit muss Schluss sein.“