Die Aufklärung bei NSU muss zwingend weitergehen

Im Vorfeld des heutigen Gespräches der innenpolitischen Sprecherin und Obfrau der SPD-Fraktion im NSU-Untersuchungsausschuss des Hessischen Landtags, Nancy Faeser, auf der Buchmesse in Frankfurt mit Annette Rammenlsberger und Tanjev Schulz, Mitautorin und Mitautor des Werks „Der NSU-Prozess. Das Protokoll.“, forderte die SPD-Politikerin weitere Aufklärung rund um die Mordserie der Terrororganisation.

Faeser sagte am Donnerstag in Frankfurt: „Die Arbeit im NSU-Untersuchungsausschuss in den vergangenen Jahren war richtig und wichtig, sie ist aber noch lange nicht zu Ende. Es gibt noch zu viele ungeklärte Fragen rund um den abscheulichen Mord an Halit Yozgat in Kassel. Daher ist es aus Sicht der SPD zwingend notwendig, dass sie auch in der neuen Legislaturperiode weitergehen wird. Das Ende des Untersuchungsausschusses ist noch nicht das Ende der Aufklärung und der Auseinandersetzung mit den Themen Rechtsextremismus, Rechtsradikalismus und rechter Terror.“

Nancy Faeser erinnerte in diesem Zusammenhang an die bereits gestartete Initiative der SPD-Fraktion zur Gründung eines Runden Tisches, bei dem Vertreterinnen und Vertreter von zivilgesellschaftlichen Organisationen, Wissenschaft, Medien und Politik über die Schlussfolgerungen aus der Ausschussarbeit diskutieren und Handlungsempfehlung für die Zukunft entwerfen.

Am heutigen Donnerstag spricht Nancy Faeser mit Annette Rammelsberger und Tanjev Schulz über ihre fünf Bücher, den Mitschriften aus den einzelnen Sitzungen des NSU-Strafprozesses am Oberlandesgericht München, um 14.30 Uhr am Stand B 153 (vorwärts), Halle 3.0, Ludwig-Erhard-Anlage 1, 60327 Frankfurt am Main.