Besuch beim Haus Trappen in Eschborn

Die SPD-Landtagsabgeordnete, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Sprecherin für Inneres Nancy Faeser besuchte das Haus Trappen der Lebenshilfe Main-Taunus in Eschborn. Hier finden Menschen mit Behinderung ein Zuhause und werden rund um die Uhr betreut.

 

Die vierundzwanzig Bewohner und Bewohnerinnen des Hauses sind in drei Wohngruppen eingeteilt. Besonders und vor allem würdevoll ist, dass jeder Bewohner sein eigenes Zimmer hat, in das er oder sie sich bei Bedarf jederzeit zurückziehen kann. Andererseits bietet die gemeinsame Wohnküche einen Raum der Begegnung. Hier werden Filme geguckt und die Mahlzeiten in der Gruppe eingenommen.

Tagsüber arbeiten die Bewohner für gewöhnlich in den Werkstätten für Menschen mit Behinderung. Bewohner, die nicht arbeiten gehen können, haben die Option an der Tages-Betreuung teilzunehmen.

Hier wird gemeinsam gebastelt oder der Tag im wunderschönen, weitläufigen Garten verbracht. Im Haus Trappen wird auf die individuellen Bedürfnisse der Bewohner eingegangen und Wert auf ihre Selbstbestimmung gelegt. Die familiäre Atmosphäre und der herzliche Umgang zwischen Bewohnern und Betreuern fielen besonders auf.

 

Doch um diesen Zustand beibehalten zu können und die Betreuung im Arbeitsalltag zu gewährleisten, muss dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden.

 

Außerdem wird durch das Engagement von Freiwilligen, die ein Soziales Jahr im Haus Trappen absolvieren, die Arbeit der Betreuer unterstützt. Im Gespräch mit Klaus Schoenicke vom ASB Landesverband Hessen, der ebenfalls das Haus Trappen besuchte, wurde die Abschaffung des Zivildienstes in diesem Zusammenhang thematisiert. Faeser spricht sich klar für den Erhalt der Freiwilligkeit des Dienstes aus, denn Zwang würde auch Qualitätseinbuße in der Betreuung und Pflege bedeuten.