Meldung:

16. Juni 2016

Einsatz von Wachpolizisten kein geeignetes Mittel zur Bekämpfung von Wohnungseinbruchskriminalität

„Der Vorschlag von Bundesinnenminister De Maiziere, vermehrt auf den Einsatz von Wachpolizei gegen die steigende Zahl von Wohnungseinbrüchen zu setzen, halten wir für eine grundlegende falsche Idee. Es ist abwegig, wenn Wachpolizisten, die innerhalb von 18 Wochen ausgebildet werden, nun eingesetzt werden sollen, um international agierenden Täterbanden das Handwerk zu legen.

Vielmehr brauchen wir gut ausgebildete Polizistinnen und Polizisten, um den Herausforderungen, vor die uns die gut organisierten Banden stellen, gerecht zu werden. Es ist deshalb dringend erforderlich, dass die Polizei personell und technisch ausreichend ausgestattet wird. Wir fordern eine kontinuierliche Personalaufstockung in Hessen schon seit mehreren Jahren.

Wir sind gespannt, welche Konsequenzen der hessische Innenminister aus dem Vorschlag seines Kollegen zieht. In seiner Presseerklärung hat er sich nicht dazu geäußert, ob er den konkreten Einsatz von Wachpolizei im Bereich der Wohnungseinbruchskriminalität auch in Hessen durchsetzen will. Wir können der schwarz-grünen Landesregierung nur dringend raten, in die personelle und technische Ausstattung der Polizei zu investieren, statt auf den Ausbau der Wachpolizei zu setzen.“